Luis Everduim und ich sind nun seit fast 10 Jahren befreundet. Ich habe bei ihm und seiner Familie während meines Austauschjahres in Venezuela gelebt. Luis ist wie ein Bruder für mich. Mein Name ist Vincent de Perregaux und ich habe dieses Projekt zusammen mit Luis lanciert, um ihm, seiner Familie und der Gemeinschaft in seinem Dorf zu helfen. Luis war früher Jurist, heute ist er Landwirt und ist aus der Stadt aufs Land gezogen. Wir haben uns überlegt, was ich aus der Schweiz und er vor Ort in Venezuela tun könnten, damit er, seine Frau und seine Tochter das Land nicht verlassen müssen. Wir haben ein Projekt entwickelt, das er in Venezuela leiten wird, sofern es zustande kommt.

 

Das Projekt betrifft eine Gemeinschaft von 15 Bauern (6 Frauen und 9 Männern), die zusammen ein Land in der Grösse von 25 Hektaren pachten und bewirtschaften wollen. Einer davon ist Luis Everduim. Er sagt: «Die Feldarbeit ermöglicht uns, nicht nur unsere Familien satt zu kriegen, sondern auch ein kleines, aber sicheres Einkommen zu haben. Aufgrund der Situation, in der sich unser Land befindet, und aufgrund des schlechten Zustands der Institutionen in Venezuela wollen wir die Permakultur fördern, um unabhängig von Konzernen und dem korrupten Staat zu sein. Unser Feld wird ohne den Einsatz von Kunstdünger, Funghizide, Pestizide, Insektizide bestellt, um eine gute Qualität von Lebensmitteln zu erreichen und den Boden zu schonen. Wir pflanzen verschiedene Gemüse, Früchte, Sträucher und Bäume, um somit die Biodiversität zu fördern. Ein paar Hühner werden zusätzlich wertvollen Dünger produzieren.»

Venezuela befindet sich in einer tiefen wirtschaftlichen und sozialen Krise. Laut einer aktuellen Statistik der katholischen Universität Andrés Bello leben 96 Prozent der Haushalte in Venezuela in Armut und 64 Prozent in extremer Armut. Das Land leidet seit Jahren unter Hyperinflation, den Sanktionen, es fehlt an Devisen. In der Coronakrise verschärft sich die Not der Menschen im ohnehin schon gebeutelten Venezuela immer noch weiter (https://www.tagesschau.de/ausland/venezuela-hunger-101.html).

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Luis Emilio Everduim wohnt in einem Dorf namens Temblador in Venezuela. Die Dorfbewohner haben wenig Arbeit und es fehlt an finanziellen Mitteln. Einerseits weil die Investitionen für die Arbeit sehr teuer sind und andererseits, weil jegliche Unterstützung vom Staat fehlt. Zum Beispiel Benzin, welches für den Transport gebraucht wird, ist kaum erhältlich. So kommt es vor, dass Bewohner vom Dorf keinen anderen Ausweg sehen als die Delinquenz, um satt zu werden.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben Luis Emilio Everduim und Ich (Vincent de Perregaux) einen Landwirtschaftsplan für ihn und seine Gemeinschaft in Temblador entwickelt. Das Projekt umfasst Arbeit für 15 Bauern auf einer Permakultur. Die Wirtschaftsform ist die Gemeinwohl-Ökonomie, bei der es in erster Linie um Gerechtigkeit, Solidarität, Menschenwürdigkeit, Nachhaltigkeit und Transparenz unter allen am Markt Teilnehmenden geht und nicht nur um den Profit. Das Projekt gibt der kleinen Gemeinschaft eine sinnvolle und nachhaltige Arbeit.

1. Wir sammeln Geld in der Schweiz, um ein minimales Kapital von 3000 USD zu erreichen. Mit diesem Kapital werden in Venezuela die nötigen Investitionen (siehe unten) gemacht, um mit dem Projekt starten zu können.

2. Das gesammelte Geld wird nach Venezuela geschickt. Der Transfer kostet 15% des zu überweisenden Betrags und muss über einen Devisenhändler getätigt werden. Es ist relativ kompliziert US$ ins Land zu bringen und kann nicht über eine direkte Bankverbindung geschehen. Unser Devisenhändler ist eine vertrauenswürdige Person. Wir haben nur gute Erfahrungen gemacht mit seinem Service.

3. Der Transfer dauert nur wenig Tage und wird Luis Everduim in Bar ausgezahlt. Mit dem Budget von min. 3000 USD kann das Projekt starten. Mit dem Geld werden folgende Kosten gedeckt (siehe letzter Punkt).

Die Aktion kommt in erster Linie den 15 Bauern zugute, die eine sinnvolle Arbeit verrichten und mit der Ernte gute Lebensmittel erhalten. Die Überproduktion, wird regional verkauft und gibt den Bauern zusätzlich ein kleines Einkommen. Da im ganzen Land eine chronische Lebensmittelknappheit herrscht, besteht für Menschen aus der Region die Möglichkeit diese Lebensmittel zu kaufen. Die Gemeinwohl-Ökonomie regelt mit der Gemeinwohlbilanz faire Arbeitsbedingungen und eine faire Preisgestaltung. Mit diesem Modell ist es denkbar, dass sich mehr Bauern dem Projekt anschliessen, da es nicht nur rentabel ist, sondern auch nachhaltig. Schlussendlich profitiert auch das Ökosystem, das durch die Bio-Permakultur geschont wird und so im Gleichgewicht bleibt.

Permakultur: Die Permakultur ist ein System, in dem das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen so miteinander kombiniert wird, dass die Systeme zeitlich unbegrenzt funktionieren. Die Philosophie dahinter ist, mit der Natur und nicht gegen sie zu arbeiten. Wie beim ökologischen Landbau wird auf Monokulturen und den Einsatz chemisch-synthetischer Dünger und Pestizide verzichtet. Durch Ansiedlung unterschiedlicher Pflanzen und Tiere soll die natürliche Artenvielfalt gefördert werden. Ziel einer permakulturellen Planung ist es, durch geschlossene Stoffkreisläufe langfristig stabile Ökosysteme zu schaffen, die sich selbst erhalten und nur noch minimaler menschlicher Eingriffe bedürfen. Die Leitsätze sind:

  • Langfristig statt kurzfristig
  • Vielfalt statt Einfalt
  • Nachhaltige Optimierung statt kurzfristiger Maximierung

Um folgende Anschaffungen tätigen zu können brauchen wir deine Unterstützung:

  • Arbeitsausrüstung: Macheten, Schaufeln, Stiefel, Handschuhe und andere notwendige Dinge für die Feldarbeit: ca. 550 USD
  • Solarpanel für den Betrieb der Wasserpumpe für ein permanentes Bewässerungssystem mit Wasser aus dem Fluss: ca. 1000 USD
  • Saatgut: Mais, Wassermelone, Zwiebel, Papaya und andere Feldfrüchte: ca. 500 USD
  • Landmaschine für die Bodenbewirtschaftung: ca. 600 USD
  • Zaun gegen Wildtiere: 300 USD
  • Total= 3’000 USD

 

Betrag, den Luis in bar erhält: 3’000 USD

Zusätzlich fallen folgende Gebühren an:

  • 528 USD für Gebühren der Geldüberweisung (15% von 3'528 USD)
  • 392 USD für Gebühren von icareforyou.ch (10% von 3'920 USD)

Totalbetrag den wir sammeln wollen: 3500 CHF (= ca. 3920 USD)

Vielen Dank für Deine Unterstützung!


UN Sustainability Goals Supported

Recent Project Updates
No status updates available for this project
Project Goal Fixed
3'500
Target: CHF 3'500
Raised: CHF 400

Time Remaining : 0 Days
Thank you
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Project Leader
Vincent de Perregaux
I care for you
Champions

    No Campaigns started.

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  • Vermittelt durch

    CHF 150