Mit dem Fahrrad zur Arbeit: Eine der wirkungsvollsten Fundraising-Möglichkeiten der Schweiz

Fundraising steht heute vor grösseren Herausforderungen als je zuvor.

Seit Jahren arbeiten gemeinnützige Organisationen daran, die Spendenmüdigkeit zu überwinden. Die Herausforderung besteht darin, Menschen zum Spenden zu motivieren, obwohl sie bereits mit unzähligen unterstützenswerten Anliegen konfrontiert sind, die alle um ihre Aufmerksamkeit konkurrieren.

In den letzten Jahren sind diese Hürden jedoch noch grösser geworden. Heute geht es nicht mehr nur darum, die richtigen Emotionen anzusprechen. Viele Menschen möchten nach wie vor Projekte und Organisationen unterstützen, die ihnen am Herzen liegen. Gleichzeitig sehen sie sich mit steigenden Lebenshaltungskosten, einem vollen Terminkalender und dem Gefühl konfrontiert, dass eine einzelne kleine Spende angesichts der Herausforderungen in der Welt kaum etwas bewirken kann.

Das bedeutet nicht, dass die Menschen weniger grosszügig geworden sind. Es zeigt jedoch, dass wir neu darüber nachdenken müssen, wie Spenden einfacher und zugänglicher werden können – und wie wir potenziellen Spenderinnen und Spendern den Weg zum Geben so leicht wie möglich machen.

Anstatt Menschen dazu aufzufordern, etwas völlig Neues zu tun, bauen viele der erfolgreichsten Fundraising-Initiativen auf Aktivitäten auf, die sie ohnehin gerne machen oder bereits in ihren Alltag integriert haben. Sport-Fundraising ist dafür ein gutes Beispiel. Ob Sponsorenläufe, Charity-Fussballturniere oder gemeinsame Wanderungen – körperliche Aktivität bietet eine motivierende, soziale und gut sichtbare Möglichkeit, sich für einen guten Zweck zu engagieren.

In der Schweiz bietet insbesondere das Pendeln mit dem Fahrrad zur Arbeit grosses Potenzial für erfolgreiches Fundraising.

Noch nie sind so viele Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren wie heute. Für Hunderttausende von Mitarbeitenden gehört das Fahrrad inzwischen ganz selbstverständlich zum Alltag. Dieses bestehende Verhalten schafft die ideale Grundlage für ein Fundraising-Modell, das niedrigschwellig, nachhaltig und für alle Beteiligten bereichernd ist.

 

Warum Sport nach wie vor ein so wirkungsvolles Instrument für Fundraising ist

Sport und gemeinnütziges Engagement sind seit jeher eng miteinander verbunden, weil Sport auf natürliche Weise mehrere starke Motivationsfaktoren vereint.

Erstens macht die Teilnahme einfach Spass. Im Gegensatz zu vielen Fundraising-Kampagnen, die zusätzlichen Zeitaufwand erfordern, lassen sich sportliche Aktivitäten oft problemlos mit bestehenden Hobbys oder persönlichen Zielen verbinden.

Zweitens erzählt Sport Geschichten. Ob jemand seine erste 20-Kilometer-Tour schafft, bei Wind und Wetter zur Arbeit fährt oder einen persönlichen Meilenstein erreicht – Unterstützerinnen und Unterstützer erleben konkrete Erfolge mit, anstatt lediglich eine finanzielle Transaktion zu tätigen.

Drittens schafft Sport Gemeinschaft. Teams motivieren sich gegenseitig, Kolleginnen und Kollegen teilen ihre Fortschritte, und Teilnehmende inspirieren häufig auch Freunde und Familie dazu, sich als Spenderinnen und Spender zu engagieren.

All diese Faktoren sorgen dafür, dass sich Fundraising weniger wie eine Verpflichtung und mehr wie ein gemeinsames Erlebnis anfühlt.

Das Pendeln mit dem Fahrrad zur Arbeit baut genau auf diesen Stärken auf und beseitigt gleichzeitig viele der klassischen Hürden, die mit organisierten Fundraising-Veranstaltungen verbunden sind.

 

Die Hürden fürs Spenden senken

Eine der grössten Chancen für Non-Profit-Organisationen besteht heute darin, den Aufwand für Unterstützerinnen und Unterstützer möglichst gering zu halten.

Viele Menschen möchten sich aufrichtig engagieren. Doch nicht jede oder jeder kann einen Marathon laufen, an Fundraising-Galadinners teilnehmen oder hohe Geldbeträge spenden. Andere fühlen sich von der Vielzahl an Spendenaufrufen, die sie im Laufe des Jahres erreichen, schlicht überfordert.

Die Hürden für eine Teilnahme zu senken bedeutet nicht, weniger ehrgeizige Ziele zu verfolgen. Es bedeutet vielmehr, Möglichkeiten zu schaffen, die sich ganz selbstverständlich in den Alltag der Menschen integrieren lassen.

Das Pendeln mit dem Fahrrad zur Arbeit ist dafür ein hervorragendes Beispiel.

Die Mitarbeitenden legen diesen Arbeitsweg ohnehin zurück. Anstatt sie zu bitten, eine zusätzliche Aktivität in ihren Kalender aufzunehmen, können Organisationen eine bereits bestehende Gewohnheit mit einem sinnvollen Zweck verbinden. Jeder gefahrene Kilometer wird so zu einer weiteren Gelegenheit, etwas Positives zu bewirken.

Dieser Ansatz reduziert gleichzeitig eine weitere häufige Herausforderung im Fundraising: die Ermüdung bei der Teilnahme.

Wenn sich die Unterstützung eines guten Zwecks wie eine natürliche Erweiterung einer Aktivität anfühlt, die Menschen ohnehin gerne ausüben, bleibt ihr Engagement häufig auch über einen längeren Zeitraum bestehen.

 

Die Schweiz bietet ideale Voraussetzungen für Fundraising mit dem Fahrrad

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Menschen, die in der Schweiz regelmässig Fahrrad fahren, deutlich gestiegen.

Investitionen in die Veloinfrastruktur, ein wachsendes Umweltbewusstsein sowie das steigende Interesse an Gesundheit und Wohlbefinden haben dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen das Fahrrad für den Arbeitsweg und andere Alltagswege nutzen.

Wie beliebt das Velofahren inzwischen ist, zeigt sich besonders deutlich an Bike to Work, der schweizweiten Velo-Challenge für Berufstätige. Seit mehr als einem Jahrzehnt motiviert die Initiative Mitarbeitende in der ganzen Schweiz dazu, mit dem Velo zur Arbeit zu pendeln. Jedes Jahr beteiligen sich Tausende Unternehmen und Zehntausende Teilnehmende. Zwar liegt der Schwerpunkt des Programms auf der Förderung von Gesundheit und nachhaltiger Mobilität und nicht auf Fundraising. Sein anhaltender Erfolg zeigt jedoch eindrucksvoll, wie gross das Interesse an Velo-Initiativen am Arbeitsplatz ist – und wie gross damit auch das Potenzial für Fundraising-Kampagnen auf Basis des Velopendelns sein kann.

Gleichzeitig fördern viele Arbeitgeber nachhaltige Mobilität aktiv als Teil ihrer Umwelt- und Gesundheitsstrategie. Das Pendeln mit dem Velo unterstützt mehrere Unternehmensziele gleichzeitig: Es trägt zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei, fördert die Gesundheit der Mitarbeitenden und stärkt Initiativen im Bereich Corporate Social Responsibility.

Diese Kombination schafft eine seltene Gelegenheit, bei der eine einzige Aktivität gleichzeitig Einzelpersonen, Unternehmen, Gemeinschaften und gemeinnützigen Organisationen zugutekommt.

Anstatt eine völlig neue Fundraising-Kampagne von Grund auf zu entwickeln, können Organisationen auf einem gesellschaftlichen Wandel aufbauen, der weiter an Dynamik gewinnt.

 

Für Unternehmen: Den täglichen Arbeitsweg in gesellschaftliche Wirkung verwandeln

Corporate Social Responsibility geht heute weit über einmalige Spenden oder einen jährlichen Freiwilligentag hinaus.

Mitarbeitende wünschen sich zunehmend Möglichkeiten, sich das ganze Jahr über zu engagieren – auf eine Weise, die sich authentisch anfühlt und nicht wie eine Verpflichtung. Gleichzeitig suchen Unternehmen nach Initiativen, die das Engagement der Mitarbeitenden fördern, die Unternehmenskultur stärken und zugleich ökologische sowie gesellschaftliche Ziele unterstützen.

Eine Fundraising-Kampagne rund ums Pendeln mit dem Fahrrad – wie Bike4Good von Copalana – bringt genau diese Ziele zusammen.

Indem Unternehmen ihre Mitarbeitenden dazu einladen, ihren Arbeitsweg zugunsten einer gemeinnützigen Partnerorganisation zu widmen, fördern sie einen gesünderen Lebensstil, unterstützen ihre Nachhaltigkeitsziele und schaffen messbare gesellschaftliche Wirkung – und das durch eine Aktivität, die viele Mitarbeitende ohnehin bereits ausüben.

Da sich die Teilnahme nahtlos in bestehende Alltagsroutinen einfügt, ist der Aufwand deutlich geringer als bei vielen klassischen Fundraising-Aktionen am Arbeitsplatz.

Niemand muss dafür Wochenenden opfern oder besonders anspruchsvolle sportliche Herausforderungen meistern. Stattdessen fahren die Mitarbeitenden einfach wie gewohnt mit dem Velo zur Arbeit – in dem Wissen, dass jede Fahrt einen Beitrag zu einem guten Zweck leistet.

Gleichzeitig entstehen dadurch inklusivere Möglichkeiten für Fundraising. Nicht jede oder jeder kann an intensiven Sportveranstaltungen teilnehmen. Viele Mitarbeitende können jedoch problemlos ein- oder zweimal pro Woche mit dem Velo zur Arbeit fahren. Dadurch wirkt die Teilnahme erreichbar und motivierend statt abschreckend.

Das Ergebnis ist häufig eine höhere Beteiligung im gesamten Unternehmen, eine stärkere Identifikation der Mitarbeitenden mit der Kampagne und eine CSR-Initiative, die sich wirklich sinnvoll und inspirierend anfühlt – statt wie eine weitere unternehmerische Pflicht.

Für Non-Profit-Organisationen: Stärkere und langfristige Unternehmenspartnerschaften aufbauen

Für Non-Profit-Organisationen hängt erfolgreiches Unternehmens-Fundraising zunehmend davon ab, Partnerschaften zu schaffen, die für alle Beteiligten einen Mehrwert bieten.

Unternehmen suchen nach Initiativen, die zu ihren internen Zielen passen. Mitarbeitende wünschen sich Erlebnisse, die Freude bereiten und einen echten Sinn haben. Gemeinnützige Organisationen wiederum benötigen nachhaltige Unterstützung statt einzelner, einmaliger Spendenaktionen.

Velobasierte Spendenkampagnen erfüllen all diese Anforderungen.

Anstatt Unternehmen um eine einmalige jährliche Spende zu bitten, können Non-Profit-Organisationen gemeinsam mit ihren Unternehmenspartnern Fundraising-Kampagnen entwickeln, die Mitarbeitende über mehrere Wochen oder sogar Monate aktiv einbinden.

Dadurch entstehen immer wieder neue Anlässe für Geschichten, freundschaftlichen Wettbewerb, das Feiern gemeinsamer Meilensteine und geteilte Erfolge. All das trägt dazu bei, die Motivation während der gesamten Kampagne aufrechtzuerhalten.

Ebenso wichtig ist, dass diese Kampagnen den Teilnehmenden sichtbar machen, wie ihre Wirkung mit der Zeit wächst. Jeder Arbeitsweg bringt das gemeinsame Ziel einen weiteren Schritt näher und macht deutlich, dass viele kleine Beiträge zusammen tatsächlich einen grossen Unterschied bewirken können.

Gerade in einer Zeit, in der sich viele Menschen fragen, ob ihr persönlicher Beitrag überhaupt etwas verändert, kann dieses sichtbare Gefühl von Fortschritt besonders wertvoll sein.

Anstatt mit unzähligen anderen Spendenaufrufen um Aufmerksamkeit zu konkurrieren, holen Velo-Fundraising-Kampagnen die Menschen dort ab, wo sie sich ohnehin bereits befinden: auf ihrem täglichen Arbeitsweg.

 

Warum Unterstützung erreichbar wirken muss

Nur selten hören Menschen auf, sich für gesellschaftliche oder soziale Themen zu interessieren.

Viel häufiger verlieren sie das Gefühl, selbst etwas bewirken zu können.

Wenn Fundraising hohe finanzielle Beiträge oder einschneidende Veränderungen im Alltag verlangt, sinkt die Zahl der Menschen, die sich beteiligen können. Fühlen sich die Möglichkeiten dagegen machbar an und lassen sie sich leicht in den Alltag integrieren, sind deutlich mehr Menschen bereit, den ersten Schritt zu machen.

Dieses Prinzip gilt weit über das Velofahren hinaus.

Im gesamten Non-Profit-Sektor wächst die Erkenntnis, dass die Zukunft des Fundraisings auf flexibleren Formen der Unterstützung basiert – etwa auf Micro-Volunteering, kleinen regelmässigen Spenden, aktivitätsbasiertem Fundraising oder gemeinschaftlichem Engagement, das sich an bestehenden Alltagsgewohnheiten orientiert.

Diese Ansätze tragen den Realitäten des modernen Lebens Rechnung und bewahren gleichzeitig etwas Entscheidendes: das Gefühl, dass jede und jeder auf sinnvolle Weise einen Beitrag leisten kann.

Das Pendeln mit dem Velo zur Arbeit ist dafür ein besonders überzeugendes Beispiel, weil es persönliches Wohlbefinden, Umweltverantwortung und gemeinnützige Wirkung in einer einzigen alltäglichen Aktivität miteinander verbindet.

 

Bike4Good: Ein Modell für langfristiges Engagement

Die grösste Stärke von Fundraising rund ums Velofahren liegt vielleicht darin, dass es nachhaltige Gewohnheiten fördert – statt auf einmalige Aktionen zu setzen.

Eine Charity-Velotour kann Teilnehmende für ein Wochenende begeistern. Eine Bike-to-Work-Spendenkampagne kann dagegen über Wochen oder Monate laufen oder sogar zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags werden.

So entstehen immer wieder neue Berührungspunkte mit der Kampagne – anstatt nur eines einzigen Höhepunkts im Fundraising.

Mitarbeitende sehen, wie ihre Beiträge kontinuierlich wachsen. Unternehmen können gemeinsame Erfolge feiern. Non-Profit-Organisationen erhalten fortlaufend die Möglichkeit, ihre Wirkung sichtbar zu machen und mit ihren Unterstützerinnen und Unterstützern zu teilen.

So bleiben alle Beteiligten länger mit dem gemeinsamen Ziel verbunden.

Je stärker sich Fundraising weiterentwickelt, desto erfolgreicher werden voraussichtlich jene Initiativen sein, die unnötige Hürden abbauen und gleichzeitig echte zwischenmenschliche Verbindungen stärken.

Anstatt Menschen dazu aufzufordern, noch mehr zu tun, stellen sie eine einfachere Frage:

Was tun die Menschen bereits heute, das sich in eine Kraft für das Gute verwandeln lässt?

Für viele Organisationen in der Schweiz könnte der tägliche Arbeitsweg mit dem Velo bereits die Antwort sein.

Genau auf diesem Gedanken basiert Bike4Good, das Fundraising-Programm von Copalana für das Pendeln mit dem Fahrrad zur Arbeit. Mit einfachen Spendenkampagnen ermöglicht es Unternehmen und Non-Profit-Organisationen, den täglichen Arbeitsweg ihrer Mitarbeitenden in wirkungsvolle Unterstützung für gemeinnützige Projekte zu verwandeln.

Indem Bike4Good auf einer Aktivität aufbaut, die Tausende Mitarbeitende ohnehin gerne ausüben, bietet das Programm einen praxisnahen und unkomplizierten Ansatz für Unternehmens-Fundraising – mit Vorteilen für Unternehmen, Non-Profit-Partner und Teilnehmende gleichermassen.

Mehr über das Programm erfährst du auf unserer Bike4Good-Seite.

Raphael Shinners
About the author
Raphael Shinners
As the head of communications for the platform, it's no surprise that Raph believes in the power of words. He's a skilled craftsman of language, always searching and often finding just the right way to inform, captivate, and inspire. As a long-time world traveller, he's seen first-hand so many of the challenges we face, and knows how important it is to connect effectively, to tell each other our stories, and to help each other rewrite the narrative of the planet.
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