Für die Ureinwohner im Amazonasgebiet Ecuadors führten die staatlich auferlegten Massnahmen im Zuge der Corona-Pandemie zur kompletten Isolation von der Aussenwelt. Leider breitet sich das Coronavirus nun auch im Wald aus und bedroht die indigene Bevölkerung.

Mit zwei Funkgeräten wollen wir dem indigenen Volk der Achuar die Kommunikation mit der Aussenwelt sowie untereinander ermöglichen. Damit sie sich über die aktuelle Situation informieren und bei Notfällen Hilfe von aussen anfordern können.

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Über Verbindungsstrassen ist Covid-19 auch im Regenwald Ecuadors angekommen und bedroht das indigene Volk der Achuar. Die Situation ist dramatisch: Anfang Juni gab es bereits über 800 bestätigte Corona-Infektionen im Amazonasgebiet. Die Dunkelziffer wird inzwischen auf ein Fünffaches geschätzt.

Ärzte, Sanitäter und Lehrer, welche im Wald stationiert waren, wurden aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen abgezogen und liessen die indigene Bevölkerung ohne Kommunikationsmöglichkeiten mit der Aussenwelt zurück.

Die einzige Möglichkeit, in schlimmen Fällen Hilfe zu holen, ist ein 5-tägiger Marsch durch den Dschungel. Zeit, welche über Leben oder Tod entscheiden kann.

Damit die rasche Versorgung kranker Personen sichergestellt werden kann, sammeln wir Geld für den Kauf und Transport von zwei starken Funkgeräten.

Unsere Kontaktperson in der nächstgelegenen Stadt Puyo kauft die Funkgeräte und organisiert den Transport in das betroffene Regenwaldgebiet in der Provinz Pastaza.

Die Funkgeräte sind solarbetrieben, da im Regenwald keine Stromversorgung möglich ist. Sie werden von einem Flugzeug im Wald abgesetzt und von einem indigenen Techniker an beiden Flussufern des Rio Pastaza installiert.

Mit den Funkgeräten können die einzelnen Achuar-Dörfer untereinander aber auch mit der Aussenwelt kommunizieren, sich über die aktuelle Situation informieren und bei Notfällen Hilfe anfordern.

Auch wir konnten seit den Corona-Schutzmassnahmen nur einmal mit Julian, einem Achuar aus Copataza, wo das Militär stationiert ist und es einen Internetzugang gibt, Kontakt aufnehmen. Julian sagte, er hätte seit Beginn der Sperre niemanden mehr gesehen oder gehört. Die Dörfer igeln sich alle ein.

Die Funkgeräte kommen allen Achuar in der Provinz Pastaza zugute. Somit profitieren Duzende Achuar-Dörfer von einer verbesserten Kommunikation in diesen schwierigen Zeiten.

Das indigene Volk der Achuar entlang des Rio Pastaza im ecuadorianischen Amazonas ist durch die stetige Regenwaldabholzung stark unter Druck. Durch das vermehrte Eindringen von staatlich finanzierten Holzfällerfirmen ist ihre Lebensgrundlage gefährdet. Corona im Regenwald macht die Situation für die Indigenen noch prekärer. Hilfe vom Staat erhalten sie keine.

Die indigenen Bevölkerungsgruppen der Achuar sind der beste Regenwaldschutz, denn sie tragen ihrer Heimat Sorge. Wer die Indigenen unterstützt, hilft auch dem Regenwald.

Für die beiden Funkgeräte benötigen wir insgesamt 2500.-.

Kosten entstehen für den Kauf der Funkgeräte sowie für den Transport in den Regenwald.

Deine Hilfe kommt an: Alle Spenden fliessen vollumfänglich in die Beschaffung der Funkgeräte (keine Verwaltungskosten).

Die Achuar sind auf Deine Spende angewiesen, um in dieser schwierigen Situation überleben zu können! Vielen Dank für Deine Unterstützung!


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