Die Volunteering Journey: Vom gesellschaftlichen Engagement zur Unternehmenspartnerschaft

Es ist eine bedauerliche Realität in der Welt der Non-Profit-Organisationen, dass viele Organisationen unter unsicheren Bedingungen arbeiten. Finanzierung und Ressourcen sind oft schwer zu sichern – und können sich innerhalb kürzester Zeit verändern. Fördermittel fallen von einem Jahr auf das nächste weg, staatliche Unterstützungsbudgets werden unerwartet gekürzt, und die öffentliche Aufmerksamkeit wendet sich plötzlich einem anderen Anliegen zu.

In Zeiten solcher Unsicherheit sind starke und verlässliche Beziehungen wichtiger denn je.

Hier kommen Unternehmen ins Spiel. Eine Unternehmenspartnerschaft – richtig aufgebaut und gepflegt – kann das Fundament für eine widerstandsfähige und langfristig stabile Non-Profit-Organisation bilden. Mit der Unterstützung von Unternehmen erhalten Non-Profits deutlich mehr Handlungsspielraum, um ihre Programme weiterzuentwickeln, Veränderungen voranzutreiben und wirkungsvolle positive Wirkung zu erzielen.

Doch wie lässt sich eine solche Partnerschaft aufbauen?

Ein oft unterschätzter, aber äußerst wirkungsvoller Einstiegspunkt liegt im gemeinschaftlichen Engagement von Mitarbeitenden – im Community Volunteering.

 

Volunteering als Grundpfeiler moderner CSR


Corporate Volunteering ist heute eine der sichtbarsten und wirkungsvollsten Ausdrucksformen unternehmerischer gesellschaftlicher Verantwortung.

Es ermöglicht Mitarbeitenden, direkt zu gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen und gleichzeitig die Verbindung des Unternehmens zu den Gemeinschaften zu stärken, in denen es tätig ist.

Für CSR-Verantwortliche bietet Volunteering mehrere Vorteile:

  • stärkeres Engagement und Sinnempfinden der Mitarbeitenden
  • mehr Teamzusammenhalt und Zusammenarbeit
  • sichtbarer Beitrag für die Gesellschaft
  • messbarer ESG-Impact

Programme wie Volunteer Weeks oder Team-Volunteering-Events sind daher zu einem zentralen Bestandteil vieler CSR-Strategien geworden.

In vielen Organisationen wird Volunteering jedoch noch immer hauptsächlich als eine Reihe einzelner Aktivitäten oder Events betrachtet.

Dabei liegt der eigentliche Wert von Volunteering in etwas Tiefergehendem.

 

Volunteering schafft Beziehungen


Wenn Mitarbeitende sich bei einer Non-Profit-Organisation engagieren, passiert etwas Wichtiges.

  • Mitarbeitende lernen die Menschen hinter der Mission kennen.
  • Sie verstehen die Herausforderungen, an denen die Organisation arbeitet.
  • Sie entwickeln eine persönliche Verbindung zum Anliegen.

Gleichzeitig wird die Non-Profit-Organisation innerhalb des Unternehmens sichtbar.

Diese Begegnung schafft etwas, das oft übersehen wird: den Beginn einer Beziehung zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisation.

Vertrauen beginnt zu entstehen. Verständnis wächst. Beide Seiten gewinnen Einblick in die Arbeit des jeweils anderen.

Aus diesem Grund erkennen immer mehr Organisationen, dass Volunteering nicht nur eine Aktivität ist – sondern der Beginn einer gemeinsamen Entwicklung.

 

Die verpasste Chance


Trotz der starken Verbindungen, die durch Volunteering entstehen, behandeln viele CSR-Programme Volunteering noch immer als Endpunkt des Engagements.

Mitarbeitende engagieren sich.
Das Event endet.
Der Kontakt bricht ab.

Doch die Beziehung, die während des Volunteering entsteht, hat das Potenzial, sich zu etwas wesentlich Wirkungsvollerem zu entwickeln.

  • Mitarbeitende, die eine Verbindung zu einer Non-Profit-Organisation aufbauen, möchten oft mehr beitragen.
  • Unternehmen, die Vertrauen zu einer Organisation entwickeln, sind häufig offen für eine intensivere Zusammenarbeit.
  • Non-Profit-Organisationen suchen regelmäßig langfristige Partner, die ihre Mission verstehen.

Wenn das Engagement nach dem Volunteering-Event endet, bleibt ein großer Teil dieses Potenzials ungenutzt.

Die entscheidende Frage lautet daher:

Wie kann Volunteering zum Ausgangspunkt für eine tiefere und bedeutungsvollere Zusammenarbeit werden?

 

Die Volunteering Journey


In der Praxis entwickeln sich Beziehungen zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen häufig entlang einer natürlichen Entwicklung des Engagements.

Was mit einem Volunteering-Event beginnt, kann sich im Laufe der Zeit zu einer umfassenderen Zusammenarbeit entwickeln.

Wir nennen diese Entwicklung die Volunteering Journey.
 

     Community Volunteering
                     ↓
     Skills Volunteering
                     ↓
     Fundraising
                     ↓
     Corporate Partnership

 

Jede dieser Stufen steht für ein tieferes Engagement und ein größeres Wirkungspotenzial.

Volunteering öffnet die Tür. Von dort aus können Beziehungen wachsen und zunehmend mehr Wert für Unternehmen und Non-Profit-Organisationen schaffen.

 

Phase 1 — Community Volunteering


Die Reise beginnt mit Community Volunteering.

Mitarbeitende bringen ihre Zeit und Energie in Initiativen von Non-Profit-Organisationen ein – von Umweltprojekten über soziale Unterstützungsprogramme bis hin zu Gemeinschaftsveranstaltungen.

In dieser Phase ist die Wirkung unmittelbar und sichtbar. Mitarbeitende erhalten einen direkten Einblick in gesellschaftliche Herausforderungen, während Non-Profit-Organisationen die Menschen hinter dem Unternehmen kennenlernen.

Diese Phase schafft die erste Verbindung und die Grundlage für Vertrauen.

Hier beginnt jede bedeutungsvolle Partnerschaft.

 

Phase 2 — Skills Volunteering


Wenn Mitarbeitende die Mission und die Herausforderungen einer Non-Profit-Organisation besser verstehen, möchten viele auf neue Weise beitragen.

Neben ihrer Zeit können Mitarbeitende auch ihre berufliche Expertise einbringen.

Dies kann zum Beispiel umfassen:

  • rechtliche Beratung
  • finanzielle Expertise
  • strategische Planung
  • digitale oder technologische Unterstützung
  • Marketing und Kommunikation

Für Non-Profit-Organisationen kann diese Expertise einen entscheidenden Unterschied machen. Professionelle Unterstützung, die sonst kaum zugänglich wäre, wird verfügbar.

Für Unternehmen schafft Skills Volunteering zugleich Möglichkeiten für Führungskräfteentwicklung und stärkeres Mitarbeiterengagement.

Mitarbeitende wechseln von der reinen Zeitspende zur Weitergabe von Wissen und Kompetenz.

 

Phase 3 — Fundraising


Wenn Mitarbeitende eine stärkere Verbindung zur Mission einer Non-Profit-Organisation aufbauen, möchten viele diese zusätzlich unterstützen.

Oft entstehen daraus mitarbeitergetriebene Fundraising-Initiativen.

Mitarbeitende organisieren beispielsweise Kampagnen rund um Aktivitäten wie Laufen, Radfahren oder Wandern, bei denen Teilnehmende über Spendenzusagen Mittel für eine Non-Profit-Initiative sammeln.

Diese Kampagnen mobilisieren Kolleginnen und Kollegen, Teams und ganze Mitarbeitenden-Netzwerke für ein gemeinsames Anliegen.

In dieser Phase breitet sich das Engagement innerhalb der Organisation aus, da Mitarbeitende andere dazu motivieren, sich ebenfalls zu beteiligen.

Mitarbeitende tragen nun nicht nur Zeit und Expertise bei, sondern auch finanzielle Unterstützung.

 

Phase 4 — Corporate Partnership


Mit der Zeit kann sich aus kontinuierlichem Engagement eine langfristige Partnerschaft zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisation entwickeln.

Die Beziehung wird dauerhaft und vielschichtig, statt sich auf einzelne Aktivitäten zu beschränken.

Anstelle gelegentlicher Engagements unterstützt das Unternehmen die Non-Profit-Organisation über verschiedene Formen der Zusammenarbeit hinweg.

Solche Partnerschaften umfassen häufig:

  • fortlaufendes Mitarbeiter-Volunteering
  • fachliche Unterstützung und Wissensaustausch
  • mitarbeitergetriebene Fundraising-Initiativen
  • Zusammenarbeit bei gesellschaftlichen Projekten

Durch diese Formen der Zusammenarbeit erhält die Non-Profit-Organisation nachhaltige Unterstützung, während das Unternehmen eine vertrauensvolle Beziehung zu einer Organisation aufbaut, die zu seinem gesellschaftlichen Engagement beiträgt.

Was mit einem einzelnen Volunteering-Event begann, wird zu einer stabilen Partnerschaft, von der Organisation und Gemeinschaft gleichermaßen profitieren.

 

Warum diese Entwicklung wichtig ist


Wenn Unternehmen über einzelne Volunteering-Events hinausgehen und ihr Engagement über die Zeit vertiefen, vervielfacht sich die Wirkung.

Für Unternehmen kann ein tieferes Engagement zu Folgendem führen:

  • stärkerer Sinn und Motivation bei Mitarbeitenden
  • Möglichkeiten zur Führungskräfteentwicklung
  • aussagekräftigere ESG-Impact-Geschichten
  • stärkere Beziehungen zur Gemeinschaft

Für Non-Profit-Organisationen bietet diese Entwicklung:

  • tiefere Beziehungen zu Unternehmen
  • Zugang zu professioneller Expertise
  • Mobilisierung von Mitarbeitenden-Netzwerken
  • nachhaltige und verlässliche Unterstützung

Das Ergebnis sind nicht nur zusätzliche Freiwillige, sondern langfristige Partnerschaften, die Non-Profit-Organisationen dabei helfen, ihre Mission wirksamer voranzubringen.

 

Die Rolle von Copalana


Copalana unterstützt Unternehmen und Non-Profit-Organisationen dabei, diese Entwicklung zu beginnen und weiter auszubauen.

Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, Initiativen von Non-Profit-Organisationen zu entdecken und sich durch Volunteering zu engagieren – und so die erste Verbindung zwischen Mitarbeitenden und Organisationen herzustellen.

Wenn sich diese Beziehungen weiterentwickeln, bietet Copalana die Struktur, um das Engagement zu vertiefen. Dazu gehören Skills Volunteering sowie mitarbeitergetriebene Fundraising-Kampagnen, die auf diesen Verbindungen aufbauen.

Auf diese Weise hilft Copalana Unternehmen, aus Volunteering dauerhafte Partnerschaften mit Non-Profit-Organisationen zu entwickeln.

Aus Sicht der Non-Profit-Organisationen fungiert Copalana als Corporate Partnership Gateway – es öffnet die Tür zu Beziehungen mit Unternehmen und ihren Mitarbeitenden und ermöglicht es, diese Beziehungen über die Zeit auszubauen.

 

Die Chance für CSR-Verantwortliche


Viele CSR-Verantwortliche haben bereits den ersten Schritt getan und Volunteering-Programme aufgebaut.

Die nächste Chance besteht darin zu überlegen, wie sich diese Engagements weiterentwickeln können.

Wenn Volunteering zum Beginn einer längeren gemeinsamen Entwicklung wird, steigt das Wirkungspotenzial erheblich.

Die Frage lautet dann nicht mehr nur:

Wie können unsere Mitarbeitenden sich engagieren?

Sondern:

Wie kann sich unser Engagement mit Non-Profit-Organisationen zu langfristigen und bedeutungsvollen Partnerschaften entwickeln?

 

Fazit


Volunteering bleibt eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten für Unternehmen, sich mit ihrer Gemeinschaft zu verbinden.

Doch sein größtes Potenzial liegt in dem, was danach entsteht.

Wenn Unternehmen Volunteering als Beginn einer gemeinsamen Entwicklung verstehen, wachsen Beziehungen, Mitarbeitende engagieren sich stärker, und die Wirkung für Non-Profit-Organisationen und Gemeinschaften erweitert sich.

Auf dieser Reise entwickeln sich Unternehmen vom Engagement zur Partnerschaft – und schaffen nachhaltige gesellschaftliche Wirkung.

Stephan Ryatt
About the author
Stephan Ryatt
No matter what technical or business challenges get thrown our way, we depend on Stephan to help find a solution. As head of Product, he has designed and helped develop our next generation giving platform by integrating key capabilities for non-profits into one coherent ecosystem. Every ship needs a navigator, and Stephan uses his analytical skills to quickly explore options and determine the best path forward.
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